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Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird, basierend auf den gesetzlichen Regelungen in Luxemburg, besonders nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 17. Juni 1992 über den Jahresabschluss und Konzernabschluss von Kreditinstituten luxemburgischen Rechts erstellt. Bilanzpolitik und Bewertungsmethoden sind konzernbestimmt. Die Bank wendet folgende Rechnungslegungsgrundsätze und -methoden an:

A) WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Aktiva und Passiva in Fremdwährung werden in der jeweiligen Währung erfasst und zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages in die Bilanzwährung umgerechnet. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden täglich mit den jeweiligen Tagesmittelkursen in der Bilanzwährung gebucht.

Noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte werden am Bilanzstichtag zum Terminkurs für die Restlaufzeit bewertet.

Soweit Kassaposten durch Termingeschäfte gesichert sind, werden die Bewertungsergebnisse durch Einstellung in die Rechnungsabgrenzungsposten neutralisiert. Die Differenzbeträge zwischen Kassa- und Terminkurs (Swapprämien) werden zeitanteilig ergebniswirksam erfasst.

Währungsverluste aus nicht gedeckten Termingeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Währungsgewinne bleiben jedoch außer Ansatz.

B) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente (Swaps, Optionen, Futures u. a.) werden entsprechend dem Realisations- und Imparitätsprinzip grundsätzlich einzeln zum Marktpreis bewertet. Allerdings werden innerhalb eines Portfolios anfallende Bewertungsgewinne mit Bewertungsverlusten in derselben Währung verrechnet, wobei unrealisierte Gewinne grundsätzlich unberücksichtigt bleiben. Darüber hinaus bestehen derivative Positionen zu Absicherungszwecken.

C) SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE ANLAGEWERTE

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, soweit die Nutzung dieser Wirtschaftsgüter zeitlich begrenzt ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung direkt im Aufwand erfasst.

Bei den Sachanlagen und immateriellen Anlagewerten werden ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, Wertberichtigungen vorgenommen, um sie mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wenn es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Die Wertberichtigungen werden aufgelöst, wenn die Gründe ihrer Bildung nicht mehr bestehen.

Die planmäßigen Abschreibungssätze sind wie folgt:

  • Gebäude
  • Installationen
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung
    Hauptsitz Luxemburg
    Niederlassungen Deutschland
  • Immaterielle Vermögenswerte
    Kundenstämme
    Software und Lizenzen
2 Prozent
10 Prozent

25 Prozent
7-33 Prozent

20 Prozent
25 Prozent

D) FINANZANLAGEVERMÖGEN

Als Finanzanlagen gelten Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen, und die durch ausdrücklichen Beschluss des Vorstands in das Finanzanlagevermögen eingestellt werden.

Das Finanzanlagevermögen der Bank wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Bei Wertminderungen werden unabhängig von ihrer Dauer Wertberichtigungen gebildet. Bei bestimmten Wertpapieren, die mit einem Asset-Swap verbunden sind, werden Wertberichtigungen erst dann gebildet, wenn die Wertminderung als dauerhaft anzusehen ist.

Agien werden zeitanteilig abgegrenzt. Disagien werden bei Fälligkeit bzw. bei Veräußerung erfolgswirksam erfasst. Bei bestimmten Wertpapieren, die mit einem Asset-Swap verbunden sind, werden die Disagien zeitanteilig abgegrenzt.

E) WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS

Die Wertpapiere des Handelsbestandes und des Liquiditätsanlagebestandes stellen Umlaufvermögen dar. Im Gegensatz zu den Finanzanlagen sind diese Bestände nicht dazu bestimmt, dem Geschäftsbetrieb der Bank dauernd zu dienen.

Der Handelsbestand umfasst die zur Weiterveräußerung bestimmten Wertpapiere. Für die einzelnen Bestände hat die Bank eine maximale Verweildauer von zwölf Monaten festgesetzt.

Zum Bestand der Liquiditätsanlage rechnet die Bank alle Titel, die zum Ziele der mittleren und langfristigen Anlagestrategie, zur Liquiditätssicherung und unter Ertragssteigerungsgesichtspunkten gekauft werden, sowie die Wertpapiere, die weder dem Handels- noch dem Anlagebestand zugeordnet wurden.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet, wobei für Wertpapiere mit einem aktiven Markt grundsätzlich Börsenkurse herangezogen wurden. Sofern ein aktiver Markt nicht vorhanden war, wurden die entsprechenden Zeitwerte (Fair Values) auf Basis von Barwertmodellen (Discounted-Cashflow-Modellen) ermittelt.

F) FORDERUNGEN

Forderungen werden mit ihren Anschaffungswerten bilanziert. Politik der Bank ist es, entsprechend den Umständen Einzelwertberichtigungen zu bilden, um Verlustrisiken und Ausfallrisiken abzudecken.

G) WERTBERICHTIGUNGEN UND RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, gebildet.

Sammelwertberichtigungen werden auf der Grundlage der Anweisung der Luxemburger Steuerverwaltung vom 16. Dezember 1997 in der zulässigen Höhe gebildet. Als Bemessungsgrundlage dienen die zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung berechneten Risikoaktiva aus bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften. Die Wertberichtigungen werden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Um mögliche zukünftige und zurzeit nicht quantifizierbare Risiken aus dem Verwahrstellengeschäft abzudecken, werden nach dem Vorsichtsprinzip Rückstellungen in der steuerlich zulässigen Höhe gebildet.

H) VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Disagien und Agien werden zeitanteilig erfolgswirksam erfasst.