X
X

Anhang zum Finanzbericht

Erläuterungen über die Geschäftstätigkeit

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist zum Bilanzstichtag eine 100-prozentige Beteiligung der DZ PRIVATBANK S. A., Luxemburg. Das Kapital der DZ PRIVATBANK S. A. wird zum 31. Dezember 2016 zu 90,7 Prozent von der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, gehalten. 9,3 Prozent sind im Besitz von 354 Instituten des genossenschaftlichen Sektors in Deutschland.

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist fokussiert auf das Privatkundengeschäft, welches die Vermögensverwaltung und Anlageberatung einschliesslich des Lombardkreditgeschäfts umfasst. Sie stellt innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken das Kompetenzcenter für Private Banking am Finanzplatz Schweiz dar. Die  DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist alleinige Gesellschafterin der IPConcept (Schweiz) AG. Dabei handelt es sich um eine Fondsleitungsgesellschaft, die als Kompetenzcenter rund um das Thema Fonds in der Schweiz fungiert.

Insofern steht die Zusammenarbeit mit der deutschen Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken im strategischen Fokus der Bank.

Die nachfolgend aufgeführten Geschäftstätigkeiten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Risiko- und Ertragslage der Bank.

 

KOMMISSIONS- UND DIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist der Hauptertragspfeiler der DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG. Die Kommissionseinnahmen stammen in erster Linie aus der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung. Diese Dienstleistungen werden überwiegend von Privat- und von institutionellen Kunden in Anspruch genommen.

 

BILANZGESCHÄFT

Das Bilanzgeschäft stellt ebenfalls einen wichtigen Ertragsbestandteil dar. Auf der Kreditseite erfolgt die Fokussierung analog der Ausrichtung der Kreditstrategie auf das Lombardkreditgeschäft. Zudem werden kurzfristige Kredite auf ungedeckter Basis an erstklassige öffentlich-rechtliche Körperschaften (Schweizer Städte und Kantone) gewährt.

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG hält in den Finanzanlagen ein strategisches Portfolio von Wertpapieren mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont. Hierbei kommen festgelegte Bonitätsanforderungen (Ratings) und Entscheidungsprozesse zur Anwendung.

Das Geldhandelsgeschäft wird im kurzfristigen Bereich betrieben, wobei ein grosser Anteil der Geschäfte innerhalb des Konzerns getätigt wird. Im Bilanzstrukturmanagement werden Zinsswaps zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken eingesetzt.

 

HANDEL

Der Devisen-, Edelmetall- und Wertpapierhandel konzentriert sich ausschliesslich auf kundeninduzierte Transaktionen.

 

AUSLAGERUNG VON GESCHÄFTSBEREICHEN (OUTSOURCING)

Unter Einhaltung der von der FINMA aufgestellten Vorschriften wird vor allem für technische Belange ein Outsourcing von Dienstleistungen betrieben. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der für das Outsourcing verantwortlichen Stelle und der Internen Revision überwacht. Sämtliche Mitarbeiter der jeweiligen Dienstleister sind vertraglich dem Bankkundengeheimnis unterstellt, womit die Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Die Verarbeitung der Daten erfolgt mit Ausnahme der dezentralen Vermögensverwaltung, bei der die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG als Vermögensverwalterin fungiert, ausschliesslich in der Schweiz.

Folgende Dienstleistungen sind von Outsourcing betroffen:

  • Versanddienstleistungen
  • Betrieb der Interbankapplikationen (SIC, EUROSIC, SWIFT und SECOM/SIX SIS)
  • Hardware-Auslagerung von Servern in Verbindung mit dem technischen Support für die Client-Server-Struktur und die PCs
  • Dezentrale Vermögensverwaltung

 

Erläuterungen zum Risikomanagement, insbesondere zur Behandlung des Zinsänderungsrisikos, anderer Marktrisiken und der Kreditrisiken

RISIKOBEURTEILUNG

Der Verwaltungsrat hat sich in seiner Sitzung im Dezember 2016 im Rahmen der regelmässigen Prüfung der Risikopolitik mit den wesentlichen Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist, befasst. Es handelt sich dabei um die Risikokategorien Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, Beteiligungs-, operationelle Risiken (inkl. Rechts- und Steuerrisiken) sowie Geschäfts- und Reputationsrisiken. Zudem wurden die risikomindernden Massnahmen und die internen Kontrollen (inkl. Berichtswesen) in die Beurteilung einbezogen.

RISIKOMANAGEMENT

Der Verwaltungsrat stellt das oberste Organ der Risikomanagement-Organisation dar. Er legt die Risikopolitik fest und definiert darin Risikophilosophie, Organisation und Verantwortlichkeiten, Risikomessung und Risikosteuerung. Die Risikopolitik wird regelmässig auf ihre Angemessenheit hin überprüft und bildet die Basis für das Risikomanagement.

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG ist als Teil der DZ PRIVATBANK Gruppe eng in die „Integrierte Risiko- und Kapitalsteuerung“ des Konzerns (IRKS) eingebunden, welche das Management und Controlling aller Risikoarten abdeckt.

Für die einzelnen Risiken werden Limite ausgesetzt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Auf Ebene der Generaldirektion erfolgt eine Trennung der Verantwortlichkeiten für die Risikosteuerung und -überwachung.

Der Verwaltungsrat und das Management werden mittels eines Management-Informations- und Reportingsystems (MIS) regelmässig über die Risiko-, Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage unterrichtet. Im Rahmen der Risikoüberwachung tagt turnusmässig ein aus verschiedenen Bereichen zusammengesetzter Ausschuss für Risiko und interne Kontrolle, der die vorgenannten Risiken eng überwacht und dokumentiert sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems beurteilt und der Generaldirektion dazu Bericht erstattet. Die Identifikation, Qualifikation und Beurteilung von Risiken aus der Informations- und physischen Sicherheit erfolgt aus den zuständigen Stellen ebenfalls zuhanden der Generaldirektion.

 

KREDIT- UND AUSFALLRISIKEN

Die Kredit- und Ausfallrisiken werden mittels Risikoverteilung, Qualitätsanforderungen, Deckungsmargen und Gegenparteienlimite begrenzt sowie regelmässig durch organisatorische Massnahmen (u. a. Kompetenzordnung) überwacht. Das aktive Kreditgeschäft beschränkt sich in erster Linie auf Kredite an Privatkunden und Firmen gegen Lombard-, Garantie- und hypothekarische Deckung, wobei hier eine strikte Anwendung der Belehnungskriterien und Deckungsmargen, eine angemessene Diversifizierung der Depots sowie eine tägliche Überwachung der Positionen stattfinden. Bei den kurzfristigen, ungedeckten Krediten an Schweizer Städte und Kantone wird betreffend Kreditwürdigkeit auf Ratings abgestützt. Um das Risiko zu minimieren, wurden pro Ratingkategorie maximale Laufzeiten für einzelne Geschäfte sowie maximale Volumen pro Gegenpartei definiert.

Hinsichtlich der bestehenden Eigenanlagen kommen bei der Auswahl festgelegte Bonitätsanforderungen (Ratings) im Rahmen der definierten Investmentstrategie zur Anwendung. Dabei findet eine laufende und enge Überwachung der einzelnen Positionen statt. Für alle latenten und bekannten Risiken ist die Risikovorsorge ausreichend dotiert.

Im Rahmen der Anforderungen von Basel III wendet die Bank bezüglich der Kreditrisiken den internationalen BIZ-Standardansatz an.

 

MARKT-, LIQUIDITÄTS- UND ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Marktrisiken auf Eigenpositionen in Wertpapieren, Devisen und Edelmetallen sind durch ein angemessenes Limitesystem (Risikolimite) begrenzt und werden täglich überwacht. Die Eigenpositionen der Bank werden regelmässig auf ihre Handelbarkeit hin überprüft. Die Überwachung von Liquiditätsrisiken erfolgt im Rahmen der bankengesetzlichen Bestimmungen u. a. mit Hilfe von Szenario-Simulationen.

Die Zinsänderungsrisiken werden regelmässig ermittelt. Sie werden basierend auf dem Vermögens- und Einkommenseffekt quantifiziert und limitiert. Die Risikosteuerung erfolgt mit geeigneten bilanziellen Massnahmen oder durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten.  Grundsätzliche  Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Bilanzstrukturmanagement werden im regelmässig tagenden Treasury-Ausschuss gefasst.

 

OPERATIONELLE RISIKEN

Die operationellen Risiken werden durch eine angemessene und wirkungsvolle Organisation in Verbindung mit einem umfassenden Weisungswesen beschränkt. Das Risikobewusstsein wird durch laufende Schulung der Mitarbeiter gefördert. Die Interne Revision prüft die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und berichtet über das Ergebnis direkt an den Verwaltungsrat.

Im Rahmen der Anforderungen von Basel III wendet die Bank bezüglich der operationellen Risiken den Basisindikatoransatz an.

 

COMPLIANCE UND REPUTATIONS-/ RECHTLICHE RISIKEN

Die Einheit „Recht/Compliance/Geldwäsche“ stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit im Einklang mit den geltenden regulatorischen Vorgaben und den Sorgfaltspflichten eines Finanzintermediärs steht. Zudem gewährleistet sie, dass die laufenden Anforderungen und Entwicklungen seitens der Aufsichtsbehörde, des Gesetzgebers und anderer Organisationen umgesetzt werden. Ferner wird sichergestellt, dass die Weisungen und Reglemente an die regulatorischen Entwicklungen angepasst werden.

Als zentrale Anlaufstelle in Fragen des Datenschutzes fungiert ein Datenschutzbeauftragter, der für die Umsetzung der entsprechenden gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben sorgt.

Zur Beurteilung von Rechts- und Steuerrisiken werden nach Bedarf zusätzlich zu eigenen Abklärungen auch externe Anwälte und Steuerexperten hinzugezogen.

 

RISIKOCONTROLLING UND INTERNES KONTROLLSYSTEM

Das Risikocontrolling ist für die laufende Messung der Risiken, die Überwachung und Einhaltung der vorgegebenen Limite sowie die Berichterstattung zuständig. Dies betrifft insbesondere die Kredit-, Markt- und Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken. Die Beanspruchung der vom Verwaltungsrat genehmigten Limite wird ermittelt und der Generaldirektion in geeigneter Form und angemessener Frequenz vorgelegt. Zudem sind dem Risikocontrolling weiterführende Kontroll- und Reportingtätigkeiten zugewiesen. Dies ist dann der Fall, wenn gewisse Prozesse eine Funktionstrennung verlangen oder zusätzlicher Handlungsbedarf gegeben ist. Im Rahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) existiert eine Stelle, welche die Wirksamkeit der definierten Kontrollen überwacht und periodisch der Generaldirektion darüber Bericht erstattet.

Erläuterung der angewandten Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs

Die Identifikation der Ausfall- und Kreditrisiken (Gegenparteien) erfolgt sowohl auf Portfolioebene als auch auf Einzelpositionen.

Die Ausfall- und Verwertungsrisiken aller Positionen werden anhand des Credit-Metrics-Modells der DZ PRIVATBANK S.A. bestimmt. Damit werden die Risiken innerhalb der DZ PRIVATBANK mit einem einheitlichen Modell gemessen und durch Verlustobergrenzen limitiert.

Zur Identifikation der Ausfallrisiken im Kreditgeschäft werden sämtliche Kundenforderungen auf Einzelpositionen in Abhängigkeit von der Kreditart zeitnah und periodisch überprüft.

Bezüglich der Finanzanlagen gelten beim Kauf festgelegte Bonitätsanforderungen (Ratings) sowie Anforderungen an eine breite und ausgewogene Diversifikation des Portfolios. Grundsätzlich werden für den Eigenbestand nur Titel mit mindestens Investment-Grade-Rating oder vergleichbarem Standard gekauft. Es erfolgt eine zeitnahe Bonitätsüberwachung der Titel in den Eigenanlagen.

Gefährdete Forderungen, d. h. Forderungen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann, werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderungen durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Erläuterungen zur Bewertung der Deckungen, insbesondere zu wichtigen Kriterien für die Ermittlung der Verkehrs- und Belehnungswerte

Die Bank konzentriert sich im Rahmen der Kreditstrategie in erster Linie auf die mit dem Privatkundengeschäft verbundenen Kreditaktivitäten und hier vor allem auf das Lombardkreditgeschäft. Die Bank verfolgt eine vorsichtige Belehnungspraxis, d. h., es werden nur Kredite gegen erstklassige Deckung gewährt. Insbesondere bei Aktien werden grundsätzlich nur Titel von Unternehmen belehnt, welche in einem offiziellen Aktienindex einer regulierten Börse aufgenommen sind. Andere Wertschriftenpositionen werden aufgrund der in den internen Reglementen festgehaltenen Vorgaben ebenfalls vorsichtig eingewertet. Neben der Qualität der einzelnen Deckungspositionen ist andererseits die Diversifikation eines Portfolios von Bedeutung. Ein Portfolio wird grundsätzlich als ausreichend diversifiziert erachtet, wenn es aus mindestens fünf verschiedenen, beleihbaren Positionen besteht.

Bei der Gewährung von hypothekarisch gedeckten Finanzierungen wird neben der Anwendung interner Regelungen auf die Vorgaben der Schweizerischen Bankiervereinigung abgestützt. Zudem steht der Private-Banking-Aspekt im Vordergrund, d. h., es müssen zusätzliche Vermögenswerte als Sicherheit vorliegen.

Die Werthaltigkeit der Sicherheiten wird in angemessenen Zeitabschnitten überprüft.

Erläuterungen zur Geschäftspolitik beim Einsatz von dervativen Finanzinstrumenten inkl. Erläuterungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Hedge-Accounting

Die Bank führt im Auftrag und auf Rechnung der Kunden Handelsgeschäfte in derivativen Finanzinstrumenten durch. Handelsgeschäfte in derivativen Finanzinstrumenten auf Rechnung der Bank sind grundsätzlich nicht vorgesehen.

Die Bank setzt zudem derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset- and Liability-Managements  zur Steuerung der Bilanz bzw. Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein. Der monatlich stattfindende Treasury-Ausschuss entscheidet über die Rahmenbedingungen der Anlagepolitik und der Anlagestrategien sowie über einzelne Investments. Darüber hinaus wird mittels des Treasury-Reports die Risikosituation der Bank dargestellt und gegebenenfalls über entsprechende Massnahmen entschieden.

Sicherungsbeziehungen sowie Risikomanagementziele und -strategien werden beim Abschluss der jeweiligen Absicherungsgeschäfte dokumentiert. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird periodisch überprüft.

Erläuterung von wesentlichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank haben.

Offenlegung Eigenmittel und Liquidität

Die Offenlegung zu den Eigenmitteln und der Liquidität erfolgt in Übereinstimmung mit dem FINMA-Rundschreiben 2016/1 Rz 13 auf der Internetseite der DZ PRIVATBANK (https://www.dz-privatbank.com/ dzpb/de/eigenkapitalquote.html).

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

GRUNDLAGEN

Buchführung, Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts (OR), des Bankengesetzes (BankG) und dessen Verordnung (BankV), den Richtlinien der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA sowie den statutarischen Bestimmungen.

ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG erstellt einen statutarischen Einzelabschluss mit zuverlässiger Darstellung.

Alle bis zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Geschäfte werden tagfertig erfasst. Die Bilanzierung erfolgt nach dem Abschlusstagprinzip. Die in einer Bilanzposition ausgewiesenen Positionen werden einzeln bewertet.

Die Buchführung und Rechnungslegung erfolgen in Schweizer Franken.

FREMDWÄHRUNGEN

Devisen- und Sortenbestände sowie Edelmetallkonten werden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

Fremdwährungstransaktionen während des Jahres werden zum Kurs im Zeitpunkt der Transaktion gebucht.

Umrechnungskurse für Fremdwährungen:

  2016 2015
EUR 1,07530 1,08190
USD 1,01808 0,99357

 

FLÜSSIGE MITTEL, FORDERUNGEN UND VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER BANKEN

Die Bestände werden grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert (Forderungen abzüglich betriebsnotwendiger Einzelwertberichtigungen). Allfällige Veränderungen von Einzelwertberichtigungen werden über die Position „Veränderungen von ausfallbedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft“ gebucht. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft wird oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt eine Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Sofern allfällige Wiedereingänge aus bereits in früheren Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht gleichzeitig für andere gleichartige Wertkorrekturen verwendet werden, werden sie über die Position „Veränderungen von ausfallbedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft“ der Erfolgsrechnung gutgeschrieben.

Edelmetallguthaben werden zum Fair Value bewertet, wenn die entsprechenden Metalle an einem preiseffizienten und liquiden Markt gehandelt werden. Allfällige Wertanpassungen werden über die Position „Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option“ gebucht.

Bei Diskontpapieren wird der Diskont über die Laufzeit der Papiere in die Erfolgsrechnung einbezogen.

 

FORDERUNGEN UND VERPFLICHTUNGEN AUS WERTPAPIERFINANZIERUNGSGESCHÄFTEN

Wertpapierfinanzierungsgeschäfte umfassen Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte. Repurchase-Geschäfte werden als Bareinlage mit Verpfändung von Wertschriften in der Bilanz erfasst. Reverse-Repurchase-Geschäfte werden als Forderung gegen Deckung durch Wertschriften behandelt. Die ausgetauschten Barbeträge werden grundsätzlich bilanzwirksam zum Nominalwert erfasst.

Der Zinserfolg aus Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäften wird über die Laufzeit der zugrunde liegenden Transaktionen periodengerecht abgegrenzt.

 

FORDERUNGEN UND VERPFLICHTUNGEN GEGENÜBER KUNDEN UND HYPOTHEKARFORDERUNGEN

Die Bilanzierung der Positionen erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert (Forderungen abzüglich betriebsnotwendiger Einzelwertberichtigungen).

Gefährdete Forderungen, d. h. Forderungen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann, werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderungen durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Die Wertminderung bemisst sich nach der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem voraussichtlich einbringbaren Betrag, unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikos und des Nettoerlöses aus der Verwertung allfälliger Sicherheiten.

Zur Identifikation von Ausfallrisiken werden sämtliche Kundenforderungen periodisch überprüft.

Allfällige Veränderungen von Einzelwertberichtigungen werden über die Position „Veränderungen von ausfallbedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft“ gebucht. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft wird oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt eine Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Sofern allfällige Wiedereingänge aus bereits in früheren Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht gleichzeitig für andere gleichartige Wertkorrekturen verwendet werden, werden sie über die Position „Veränderungen von ausfallbedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft“ der Erfolgsrechnung gutgeschrieben.

Die mehr als 90 Tage überfälligen Zins- und Kommissionserträge werden erst nach Bezahlung in die Erfolgsrechnung einbezogen.

Edelmetallguthaben werden zum Fair Value bewertet, wenn die entsprechenden Metalle an einem preiseffizienten und liquiden Markt gehandelt werden. Allfällige Wertanpassungen werden über die Position „Erfolg  aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option“ gebucht.

HANDELSGESCHÄFT

Die Bestände werden zum Fair Value bewertet und bilanziert. Er entspricht dem auf einem preiseffizienten und liquiden Markt gestellten Preis. Ist ausnahmsweise kein Fair Value verfügbar, erfolgen die Bewertung und Bilanzierung zum Niederstwertprinzip. Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen in Wertschriften werden dem Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen gutgeschrieben. Dem Handelserfolg werden keine Refinanzierungskosten belastet. Die aus der Bewertung oder aus Veräusserungen resultierenden Kursgewinne oder -verluste werden im „Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option“ gebucht.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente werden zu Handels- und Absicherungszwecken eingesetzt.

Handelsgeschäfte:

Positive und negative Wiederbeschaffungswerte von zu Handelszwecken abgeschlossenen Geschäften werden in den Positionen „Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente“ oder „Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente“ ausgewiesen. Die Bewertung aller derivativen Finanzinstrumente des Handelsgeschäfts erfolgt zum Fair Value. Der Fair Value basiert entweder auf Marktkursen oder wurde mittels Bewertungsmodellen ermittelt. Die aus der Bewertung oder aus Veräusserungen resultierenden Kursgewinne oder -verluste werden im „Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option“ gebucht.

Absicherungsgeschäfte:

Positive und negative Wiederbeschaffungswerte von zu Absicherungszwecken abgeschlossenen Geschäften werden in den Positionen „Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente“ oder „Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente“ ausgewiesen. Die Bewertung aller derivativen Finanzinstrumente des Absicherungsgeschäfts erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Der Fair Value basiert entweder auf Marktkursen oder wurde mittels Bewertungsmodellen ermittelt. Der Bewertungserfolg von Absicherungsinstrumenten wird im Ausgleichskonto erfasst, sofern für das Grundgeschäft keine Wertanpassung gebucht wird. Der Nettosaldo des Ausgleichskontos wird in der Position „Sonstige Aktiven“ bzw. „Sonstige Passiven“ ausgewiesen.

 

FINANZANLAGEN

Die mit der Absicht zur Haltung bis Endfälligkeit erworbenen Schuldtitel werden nach der Accrual-Methode bewertet. Dabei wird das Agio bzw. Disagio über die Laufzeit bis zur Endfälligkeit abgegrenzt. Realisierte Erfolge aus vorzeitiger Veräusserung oder Rückzahlung werden verrechnet und unter den Sonstigen Aktiven/Passiven bilanziert und über die Restlaufzeit im Zinserfolg abgegrenzt. Bonitätsbedingte Wertverminderungen werden sofort über die Erfolgsrechnungsposition „Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft“ gebucht. Positionen in Beteiligungstiteln werden nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Wertanpassungen werden netto über die Position „Anderer ordentlicher Aufwand“ bzw. „Anderer ordentlicher Ertrag“ gebucht. Unter den Edelmetallen sind nur physische Bestände zur Deckung von Verpflichtungen aus Edelmetallkonten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt analog den Verpflichtungen zum Fair Value.

 

BETEILIGUNGEN

Die Bewertungen erfolgen zu Anschaffungswerten abzüglich betriebsnotwendiger Abschreibungen.

Auf jeden Bilanzstichtag wird geprüft, ob die einzelnen Beteiligungen in ihrem Wert beeinträchtigt sind. Diese Prüfung erfolgt aufgrund von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass einzelne Aktiven von einer solchen Wertbeeinträchtigung betroffen sein könnten. Falls eine Wertbeeinträchtigung vorliegt, wird der Buchwert auf den erzielbaren Wert reduziert und die Wertbeeinträchtigung der Position „Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten“ belastet.

Realisierte Erfolge aus der Veräusserung von Beteiligungen werden über den „Ausserordentlichen Ertrag“ (Gewinne) bzw. den „Ausserordentlichen Aufwand“ (Verluste) gebucht.

 

SACHANLAGEN

Investitionen in Sachanlagen werden aktiviert und gemäss Anschaffungswertprinzip bewertet, wenn sie während mehr als einer Rechnungsperiode genutzt werden. Kleinanschaffungen werden sofort dem Sachaufwand belastet. Die Sachanlagen werden einzeln bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die vorgesehene Nutzungsdauer. Sie beträgt:

Einbauten in fremde Liegenschaften

  • Verbleibende Mietvertragsdauer, max. 8 Jahre

Übrige Sachanlagen:

  • IT-Hardware, max. 3 Jahre
  • Mobiliar, max. 8 Jahre
  • Maschinen / Anlagen, max. 5 Jahre
  • Fahrzeuge, max. 5 Jahre (ab Erstzulassung)
  • IT-Software, max. 5 Jahre

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird jährlich überprüft. Falls eine Wertbeeinträchtigung vorliegt, wird der Buchwert auf den erzielbaren Wert reduziert und die Wertbeeinträchtigung der Position „Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten“ belastet. Zusatzabschreibungen können vorgenommen werden. Realisierte Erfolge aus der Veräusserung von Sachanlagen werden über den „Ausserordentlichen Ertrag“ (Gewinne) bzw. den „Ausserordentlichen Aufwand“ (Verluste) gebucht.

RÜCKSTELLUNGEN

Für erkennbare Risiken in den Ausserbilanzpositionen sowie für sonstige betrieblich erkennbare Risiken werden entsprechende Rückstellungen unter dieser Bilanzposition ausgewiesen und über folgende Erfolgsrechnungspositionen gebildet:

Rückstellungen für Restrukturierungen:

  • Position: „Personalaufwand“ Anteil aus Personalmassnahmen
  • Position: „Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste“ Anteil übrige Massnahmen

Andere Rückstellungen:

  • „Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste“

Rückstellungen werden erfolgswirksam aufgelöst, falls sie betriebswirtschaftlich nicht mehr erforderlich sind und nicht für andere gleichartige Bedürfnisse verwendet werden können.

Die übrigen Rückstellungen können stille Reserven enthalten.

 

VORSORGEVERPFLICHTUNGEN

Die Personalfürsorge ist an eine staatlich anerkannte BVG-Sammelstiftung angeschlossen und wird in Form eines beitragsorientierten Vorsorgeplans geführt. In Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften für Banken werden per Bilanzstichtag bestehende wirtschaftliche Verpflichtungen gegenüber der Vorsorgeeinrichtung zurückgestellt.

 

RESERVEN FÜR ALLGEMEINE BANKRISIKEN

Bei den Reserven für allgemeine Bankrisiken handelt es sich um vorsorglich gebildete Reserven zur Absicherung gegen Risiken im Geschäftsgang der Bank. Die Bildung und Auflösung wird über die Erfolgsrechnungsposition „Veränderung von Reserven für allgemeine Bankrisiken“ gebucht.

Die Reserven für allgemeine Bankrisiken sind versteuert.

 

STEUERN

Unter dieser Aufwandposition werden die laufenden Steuern ausgewiesen. Einmalige und transaktionsbezogene Steuern sind nicht Bestandteil dieser Position.

 

EVENTUALVERPFLICHTUNGEN, UNWIDER­ RUFLICHE ZUSAGEN, EINZAHLUNGS- UND NACHSCHUSSVERPFLICHTUNGEN, VERPFLICHTUNGSKREDITE

Ausserbilanzgeschäfte werden zu Nominalwerten aufgeführt. Für Risiken, die auf diesen Positionen entstehen, werden entsprechende Rückstellungen eingestellt.

 

ÄNDERUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden überprüft. Es wurden keine Anpassungen vorgenommen. Es wurden keine Umgliederungen und keine Neubewertungen bei den Vorjahreswerten vorgenommen. Somit haben sich insgesamt keine Änderungen in der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie keine Auswirkungen bezüglich der stillen Reserven ergeben.

 

Navigation